Der 25.11. steht weltweit für die Orange Days. In diesem Zeitraum sprechen wir über Gewalt gegen Frauen. Oft geht es dabei um private Bereiche. Dabei passiert ein großer Teil davon genau dort, wo Menschen jeden Tag ihren Job machen. Viele erleben Situationen, in denen Respekt oder Sicherheit nicht selbstverständlich sind.
Das ist kein symbolisches Thema. Es betrifft echte Menschen, echte Schichten, echte Lebensrealitäten.

Warum manche Arbeitsumfelder stärker betroffen sind
Der Alltag kann schnell belastend werden. Egal ob im Lager, in der Zustellung, in der Produktion oder überall dort, wo Arbeit körperlich oder hektisch ist. Typische Faktoren:
- hoher Druck und hohes Arbeitspensum
- wechselnde Teams und Schichten
- körperlich fordernde Aufgaben
- Stress durch Zeitvorgaben
- schwierige Kund:innensituationen
- Sprachbarrieren oder unterschiedliche kulturelle Hintergründe
Da geht vieles sehr schnell, auch Dinge, die Menschen verletzen können. Genau deshalb ist Schutz kein theoretisches Thema, sondern entscheidet darüber, wie sicher sich jemand fühlt.
Die Rolle der Gi Group: Verantwortung beginnt nicht erst am ersten Arbeitstag
Wir bringen Menschen in Jobs. Menschen erzählen uns im Austausch oft sehr offen von ihren Erfahrungen. Daraus entsteht Verantwortung. Für uns bedeutet das:
- Wir schauen uns Einsatzorte genau an.
Wir prüfen, ob es klare Regeln gibt, feste Abläufe, erreichbare Ansprechpartner:innen und grundlegende Sicherheitsstandards. Menschen sollen wissen: „Hier werde ich ernst genommen.“
- Wir erklären Wege, wie man Hilfe bekommt.
Unsere Mitarbeitenden wissen, wen sie auch außerhalb der Schichtzeiten erreichen können.
- Wir sind da.
Unsere Teams sind regelmäßig im Betrieb, sprechen mit den Leuten vor Ort, holen Feedback ein und hören genau hin. Von Beginn an.
- Wir reagieren ohne Zögern.
Wenn etwas nicht stimmt, klären wir es sofort mit allen Beteiligten. Und wenn sich vor Ort nichts verbessert, finden wir Alternativen.
- Wir sensibilisieren intern.
Unsere Teams werden geschult, frühe Warnsignale zu erkennen und klar zu handeln. Dazu gehören auch regelmäßige AGG-Schulungen. Diese vermitteln die Grundlagen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und ein klares Bewusstsein für Diskriminierung, Belästigung und respektvolles Miteinander. Sicherheit entsteht nicht durch Poster im Pausenraum, sondern durch Verhalten.
Warum der 25.11. ein Reminder ist und kein einmaliges Statement
Die Orange Days zeigen jedes Jahr, was viele Menschen und insbesondere Frauen dauerhaft erleben. Gewalt zeigt sich selten plötzlich. Oft ist es ein Muster.
Der Tag erinnert uns daran, auf drei Dinge bewusst zu achten:
- psychische Sicherheit: respektvolle Sprache, kein Wegschauen
- physische Sicherheit: klare Abläufe, Schutzmaßnahmen, erreichbare Ansprechpersonen
- strukturelle Sicherheit: feste Regeln, dokumentierte Prozesse, Verlässlichkeit
Wenn Menschen sich sicher fühlen, steigt das Vertrauen. Fehlzeiten gehen runter. Und das Miteinander wird stabiler.
Was Unternehmen jetzt tun können
Oft braucht es keine riesigen Programme. Kleine, klare Schritte wirken sofort:
- feste Ansprechpersonen für jede Schicht
- Trainings zu Respekt und Umgang miteinander
- anonymes Meldesystem
- klarer Ablauf, was passiert, wenn etwas vorfällt
- Führungskräfte sensibilisieren
- regelmäßige Check-ins mit Zeitarbeitnehmer:innen
Unser Commitment
Die Menschen, die wir vermitteln, verdienen Jobs, in denen sie sich sicher fühlen. Die Orange Days sind ein Anlass, darüber zu sprechen. Aber unser Anspruch gilt jeden Tag.
Die Gi Group steht an der Seite der Menschen, mit denen wir arbeiten und an der Seite der Unternehmen, die bereit sind hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen.

